Der Hund und das Kind am Strand
Ein heißer Tag in Rockaway Beach.
Die Luft flimmert über dem Asphalt. Familien schleppen Taschen, Kühltaschen, Liegestühle und Kinder Richtung Strand.
Es riecht nach Sonnencreme, Essen und warmem Beton.
Irgendwo läuft Musik.
Vor mir eine Familie: zwei Erwachsene, ein kleines Kind und ein Hund.
Der Hund heißt Cerbère.
Also Kerberos auf Französisch.
Der Höllenhund.
Nur sieht Cerbère überhaupt nicht aus wie ein Höllenhund.
Er ist klein, drahtig und kurzbeinig.
Und ihm ist heiß.
Das Kind ist ungefähr zwei Jahre alt.
Es wird auf ein Handtuch gelegt.
Cerbère bleibt daneben.
Offenbar hat er jetzt Dienst.
Er schaut das Kind an.
Dann aufs Meer.
Dann wieder auf das Kind.
Wenn es sich bewegt, rückt er näher.
Wenn Sand herüberweht, stellt er sich davor.
Er rennt nicht herum.
Er spielt nicht.
Er passt auf.
Sehr ernst.
Später packt die Familie zusammen.
Cerbère läuft ohne Leine mit.
Zwischendurch sucht er Schatten unter einem Auto.
Er bekommt Wasser.
Vielleicht gibt es später Fleisch.
Vielleicht auch nicht.
Jedenfalls hat der Höllenhund seinen Arbeitstag beendet.